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Donnerstag 19 Mai 2022
Neuigkeiten

GMS-Schüler/innen graben Tümpellandschaft  

Der Seewald birgt einen Schatz, von dem wohl nur wenige wissen. Er ist Lebensraum für eine stark gefährdete Tierart, der Gelbbauchunke. Damit dieser Schatz erhalten bleibt, braucht das kleine Amphib die Hilfe engagierter Menschen.

 

Bild: Setzen sich mit großen Elan für zukünftigen Lebensraum der Gelbbauchunke ein -  das Dreierteam (v.l) Lara Stett, Anna Lesar und Selin Elgün

Um hier tätig zu werden, initiierten die Professoren Benkowitz und Weitzel der Pädagogischen Hochschule in Weingarten ein Projekt zur Erhaltung ihres Lebensraums und brachten dazu verschiedene Akteure zusammen. Zur Mittelgewinnung wurde eine Förderung durch die Stiftung Naturschutzfond Baden-Württemberg beantragt.

Mit der konkreten Umsetzung beauftragten sie Lehramtsstudentin Sarah Moczko im Rahmen ihres Praktikums an der Gemeinschaftsschule Schreienesch. Sie nahm Kontakt zu Klassenlehrer der 9a, Johannes Schmid, auf und besuchte die Schüler/innen vorab, um das Projekt vorzustellen. Dabei galt es natürlich zunächst die Gelbbauchunke kennenzulernen, um ihre Gefährdung zu wissen und wie die Gelbbauchunken gerettet werden können. Schutzmaßnahmen bestehen vor allem darin, vorhandene Habitate zu bewahren sowie neue bzw. verlassene Lebensräume attraktiv zu machen. Letzteres hat das Projekt zum Ziel: die Schaffung neuer Lebensräume für die Gelbbauchunke im Seewald.

Das Amphibium benötigt zur Fortpflanzung besondere Laichgewässer. Um diese sehr zahlreich vorzufinden, lautete der Auftrag an die Schüler/innen, im Seewald eine entsprechende Tümpellandschaft anzulegen, um sie für die Gelbbauchunke interessant zu machen.  

Von der Theorie ging es zwei Tage später in die Praxis. Sarah Moczko und die Klasse 9 trafen sich mit Försterin Karin Beer im Seewald, die bereits ein geeignetes Gebiet festgelegt hatte. Mit Spaten gingen die Schüler/innen nun ans Werk, 20cm tiefe, 1x1m lange Mulden auszuheben. Anschließend mussten sie den Boden mit einem Stampfer festdrücken, damit sich dort angesammeltes Wasser mindestens 8 Wochen hält. Im nächsten Schritt sammelten die Schüler/innen dünne, verzweigte Äste und legten sie in die Mulden. Das Astwerk ist essentiell, da die Unken ihre Eier daran fixieren. Im Abstand von jeweils ca. 25m entstanden durch die fleißigen jungen Helfer/innen etwa zehn Mulden, die nach dem nächsten Regen zu Tümpeln werden.    

Nun bleibt es abzuwarten und immer wieder zu kontrollieren, ob der Einsatz von Erfolg gekrönt wird. Für Moczko, Schmid und seine Schüler/innen werden die nächsten Waldgänge daher mit viel Spannung erwartet.

Text:B. Müller, Bilder: M.Ratt

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